Schweigen, seit Wochen schon,
kein Wort, nicht eine Zeile.
Still ziehen die Tage dahin.
Leer ist der Raum,
der sonst so voll von Gedanken war.
Schweigen, weil alles gesagt?
Die Quelle der Worte,
ist sie versiegt?
Hinweggetragen,
von des Winters dunkler Stunde.
Verbrannt die Seele,
von der Glut der Monotonie?
Des Frühlings Erwachen weckt auf,
die schlafenden Geister.
Diese Worte schrieb ich vor einiger Zeit in Erinnerung an eine liebe Brieffreundin, die von den alltäglichen Dingen fast erdrückt wurde.
(c) 2008 Michael Dänel
So sitzt man oft vor leeren Fenstern
hinter denen sonst die Kerzen glühten
oder gedämpfte Musik ein heimelndes Gefühl erzeugten
so schaut man oft nach leeren Herzen
und lässt vorsichtig so manche Quelle durch
die Finger gleiten
dann denkt man, der Frühling macht die Häuser wieder hell
lockt das Lachen der Menschen an den Tag
räumt Schatten fort
und schenkt uns Worten
wir versinken ins Sinnen über manchen Freund
wir denken mit Lächeln an manche Freud
und wenn dann ein Mensch – siehe oben – sich nicht scheut
die Gedanken niederzuschreiben
zum Erwecken der schreibenden Freuden
dann soll es Sommerworte regnen
und die Dürre möge einem lange nicht begegnen….
So manchen Seufzer hört man nicht
wenn eine stumme Seele spricht
doch in die offene Hand aufgefangen
bleiben Gedanken lang erhalten.
Brynhild